Fête de la Haus-Musique 2020

Die veränderte Fête unter Pandemie-Auflagen

Fête de la Musique goes digital - und hier präsentieren wir die Beiträge unserer Chöre, die während des Lockdowns oder extra zur Fête de la Musique entstanden sind und uns zugesendet wurden.

Haben Sie auch ein Video mit Ihrem Chor produziert?
Haben Sie die Fête zu Hause gefeiert und möchten Ihre Erlebnisse mit uns teilen?


Senden Sie uns gerne Ihren Beitrag zu, es ist auch nach dem 21. Juni noch möglich, ihn hier zu präsentieren. Schreiben Sie eine Mail an  stefanie.heller[at]chorverband-berlin.de mit einem entsprechenden Link zu Ihrem Video oder der Datei im Anhang. Wir sind gespannt, was Sie auf die Beine gestellt haben und wünschen allen, die die Fête hier nach-schauen, ganz viel Freude auch beim Mitsingen!

Danke!

DANKE an alle, die dem CVB zur digitalen Fête zugearbeitet und auch unter den schon so lange andauernden Auflagen die Chorarbeit in Berlin bestmöglich aufrecht erhalten haben! Es sind Sie, unsere Chorleitungen und Sänger*innen, die die digitale Kulturlandschaft in den letzten Wochen bereichert und gezeigt haben, "wir sind auch noch hier, wir geben nicht auf!" und es war uns eine Freude, Ihre Beiträge zu sehen und versprechen Ihnen, dass wir uns als Ihr Verband weiterhin für unsere gemeinsamen Interessen einsetzen, damit Sie bald wieder singen können, zusammen und analog, so wie es am schönsten ist.


Alles Gute und möglichst jeden Tag ein buntes Fest der Hausmusik wünscht Ihnen

Ihr Chorverband Berlin

Berliner Chöre bei der Fête 2020

Wir haben untenstehend die eingesendeten Beiträge Berliner Chöre gepostet. Einige Inhalte mussten auf Wunsch der jeweiligen Ensembles schon wieder gelöscht werden - aber solange Sie noch Zugriff haben, seien Sie gespannt, was unter Pandemie-Bedingungen möglich gemacht wurde und wozu die Hauptstadt-Chöre auch in schwierigen Zeiten fähig sind!

Spreeklang

No More Sorrow - das wünschen wir Ihnen, liebe Spreeklangkörper! Und einen herzlichen Dank für Ihren Beitrag zur digitalen Fête!

Hier findet man den Chor im Web.

be:one

be:one ist ein Jugendpopchor, der sich auch durch Kontaktsperren und Schulschließungen nicht vom Singen abbringen lässt.

www.haendelgym.de | www.be-one-vocalists.de be:one | Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium Berlin
Leitung: Vera Zweiniger | Konzept & Umsetzung: Manuel Haase | Chorsatz: Dietrich Forberg
Nur noch kurz die Welt retten - Tim Bendzko

Vielen Dank für Euer virtuelles Chor-Projekt!

Die VokalMatadore

... unter Martina Nuber, die heute Abend auch  im Livestream mit einem der jüngsten Mitglieder ihres anderen Chores, FATAL VOKAL, zu hören war.

Die VokalMatadore sind acht sangesfreudige Männer, die mit Spaß Stücke aus Rock, Pop, Jazz und, und, und ... erarbeiten und aufführen.
Hier ist das Männer-Vokalensemble im Netz zu finden.

Danke für diesen typisch Berlinerischen Proben-Eindruck! Die S-Bahn saust, die Vögel zwitschern ... so ist eben die Fête und so ist eben Berlin.

POLYPHONIA BERLIN

Pünktlich zum Tag der Musik: Berlin und Athen auf der "Bühne".

Der Deutsch-griechische Chor "Polyphonia" (Ltg. Dr. Ursula Vryzaki) und die griechische Band "Anonimi" aus Berlin singen zusammen mit dem Chor von Pandeion Universität (Ltg. Jannis Vryzakis) aus Athen ein Lied vom berühmten griechischen Komponisten Mikis Theodorakis.

Vielen Dank für dieses tolle Video an den deutsch-griechischen Chor POLYPHONIA BERLIN unter Dr. Ursula Vryzaki und die Partner*innen Anonimi (Berlin) und Panteion University Choir (Athen)! Was für ein schönes Gemeinschaftsprojekt und so passend zur Fête, vielen lieben Dank!

Tis Agapis Aimata
Musik: Mikis Theodorakis
Text: Odysseas Elytis

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen analog und wünschen bis dahin alles Gute und viel Gesundheit!

Kammerchor Piekfeine Töne

Musikalische Leitung: Katrin Hübner
Original: Michael Praetorius – Nach grüner Farb' mein Herz verlangt
Text und Ton: Mathias Pfeiffer
Bild: Alena Michel

Nach grüner Farb‘ mein Herz verlangt in dieser Frühlingszeit. Die Quarantäne währt so lang der Weg ist noch so weit. Dort draußen regt sich das Getier Natur, sie nimmt Gestalt. Hier drinnen mach ich Sorgen mir um Nudeln und um Klopapier und wer mir das bezahlt. Ich klage laut ob meins Verzicht. Der ärm'ren Menschen Not gibt Social Media kein Gesicht wem Flucht und Hunger droht. Herr Deichmann zahlt die Miete nicht es steigt die Krankenzahl. Isolation als Bürgerpflicht der Staat das Grundrecht beugt und bricht Corona überall. Der Erden und der Menschen Glück Dafür bleibt engagiert Das Klimaziel nur näher rückt Wird Wirtschaft transformiert. Mit Hoffen ist's noch nicht zu spät jetzt ist die Möglichkeit: Für Wandel, Solidarität in diese neue Zeit gesät.

Homepage des Chores
Der Chor bei Facebook

Sphere Groove

Das Video "Help!" haben wir am 7. März 2020 in Berlin-Friedrichshain gedreht. Kurz darauf hat das Coronavirus unser Leben auf den Kopf gestellt. Wir widmen den Song den vielen Menschen, die in diesen schwierigen Zeiten mutig sind - und ihren Mitmenschen helfen.
Mit freundlicher Unterstützung vom Ristorante Sole in Berlin-Friedrichshain.
Fight the virus!

Sphere Groove Chor – groovig-chilliger Vocalsound aus Berlin-Friedrichshain
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Website
Soundcloud

Danke, liebe Sphere Groover, für diesen schönen Beitrag!

Berliner Liedertafel

Danke für Ihre virtuellen Beträge zur Fête de la Haus-Musique!

1. "Unser Wahlspruch, von einigen Sängern unseres Chores zu Hause vor der Kamera eingesungen und zu diesem Video zusammen gesetzt! Ein erster Versuch, der sich sehen lassen kann und Lust auf weitere Projekte macht."

2. "Na, wer von Euch hat erraten, was die Berliner Liedertafel 1884 in ihrem 2. Video-Projekt besingen wird? Natürlich handelte es sich bei dem Gesuchten um Étienne-Nicolas Méhul (1763 – 1817). Mit diesem Videoprojekt verabschiedet sich die BL in ihre Sommerpause, denn auch ohne Corona wäre am heutigen 18. Juni die letzt Chorprobe gewesen. Mit diesem Projekt, an dem sich immerhin 19 Sänger beteiligten, können wir die erste Jahreshälfte etwas feierlich abschließen. Wir sind stolz, dass sich doch so viele Sänger dieser Aufgabe gestellt haben. Etwas Mut und Überwindung gehörte sicherlich dazu, aber es bietet eben auch die Möglichkeit sich selbst und seine Stimme mal von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Und nicht zuletzt können die Sänger daran nur wachsen und damit auch die Berliner Liedertafel. Jetzt gehen wir erstmal in den Sommer hinein und genießen die schöne Zeit des Eisessens, des Badens und den vielen anderen schönen Dingen, die diese Jahreszeit mit sich bringt. Wie es danach weitergeht, werden wir sehen. Nicht zuletzt ist das auch abhängig von der aktuellen Situation und den damit zusammenhängenden Auflagen. Wir werden aber selbstverständlich darüber informieren und Euch, liebe Leser und Leserinnen auf dem Laufenden halten."

Die Berliner Liedertafel im Netz

Neuer Chor Berlin

Probe unter Brücken - vielleicht mit der*m einen oder anderen Zuhörenden? ...

Der Neue Chor Berlin hat uns diesen Probeneindruck unter Corona-Umständen zugesandt - vielen Dank dafür und haltet die Fahnen hoch!

Der ncb im Netz
Ltg.: Marina Kerdraon-Dammekens

Neuer Kammerchor Berlin

Musik: Max Reger - Mailied (aus: Acht ausgewählte Volkslieder)
Text: Nik Bohnenberger - Märzlied (frei nach dem Original von Friedrich Richter)

Drauss ist alles so prächtig, aber ich sitz' zu Haus.
Doch Musik macht der Isolation frech den Gar aus.
Mein Herz tut sich freuen und es blüht mir auch drin.
Also bleibt zu Haus' und singt, jede Stimme ein Gewinn.
Doch bedenkt auch stets dieses: Wascht euch die Fingerlein!
Erst die Dauer dieses Liedes reicht bis eure Händ' sind rein.
Und dann öffnet ihr das Fenster und dann spitzt ihr euer Ohr.
Und so singt mit uns zusammen von zu Hause im Chor, zu Hause im Chor!

Danke an alle Beteiligten dieses Corona-Projektes! Alles Gute und weiterhin viel Kreativität im Umgang mit der momentanen Lage wünschen wir.

The Happy Disharmonists

Danke für diesen Gastbetrag!

Das gefährlichste Hobby der Welt.
Nun werden wieder alle fragen: Wie habt ihr das denn gemacht? Zusammen singen ist doch nicht erlaubt! Ja, das haben wir auch nicht! Alles regelkonform, und dabei ist dieses Video im Grunde eine schmutzige Ansammlung von Fake: Zuerst war da die Erkenntnis, dass wir tatsächlich das gefährlichste Hobby der Welt pflegen. Wahnsinn! Und das schrie nach einem Lied. Carsten hat es sich ausgedacht, aufgeschrieben und Susi hat noch etwas am Text gefeilt. Dann bekam jeder Chorsingende per Mail einen Übetrack und nahm seinen eigenen Part EINZELN auf… So, wie man das so macht beim VIRTUELLEN CHOR. Die Einzelspuren haben wir dann übereinander gelegt und fertig war der Song! Die Solopassagen haben wir dann EINZELN vor einer grünen Hecke gefilmt. Mit CGI-Technik. Jeder alleine. Immer nur zwei Haushalte: Sänger bzw. Sängerin und Kamerafrau bzw. -mann. Und die Hecke haben wir nach jedem Take desinfiziert. Und dann war da dieses riesige einsame Feld – zum Teil bei uns, zum Teil bereits im benachbarten Bundesland, und zwar auf dem Holodeck der USS Corona. Und wir darauf in einem großen Kreis. Unser Architekt aus dem Bass hat das genau vermessen: mindestens 6-8 Meter Abstand. Und dann haben wir zu unserer Aufnahme nur den Mund aufgemacht und so getan, als würden wir singen. FAKE! Kein Chorgesang. Es war völlig still auf dem Holo-Feld… Nur ganz leise erklang aus einem Handy unsere Aufnahme. Alles andere wäre ja viel zu gefährlich! ...

Musik, Mix und Schnitt: Carsten Gerlitz
https://www.greenlandmusic.de
Text: Carsten Gerlitz & Susi Feiten
The Happy Disharmonists im Web

Berliner Mädchenchor

Während der Trennung (durch Corona) - Johannes Brahms / Sabine Wüsthoff

Alle Chorklassen proben seit Wochen (nur) online – unsere Dozentinnen arbeiten mit über 150% der „Vor-Corona-Chorstunden“ plus Organisation/Planung am Wochenende … und unsere Jüngsten mit viel Unterstützung durch die Eltern – danke!
Musik: Johannes Brahms | Text: Sabine Wüsthoff | Gesang: Konzertchor des Berliner Mädchenchores (ohne Dirigat einzeln eingesungen und aufgenommen – virtueller Chor)

»Mein Chor ist in die Zwangsferien hin, ich weiß ganz genau, was ich so traurig bin. Der eine red das, der andere red dies, das macht mir gar oft die Laune mies. Die Alti und Soprane, die schweigen allzu sehr, die Bässe und Tenöre aber noch viel mehr! Kein Chor auf Erden kann schweigen so lang, das macht mir gar oft das Herze bang.«

Ganz herzlichen Dank für dieses Corona-Projekt!

Singing me  happy

Willkommen als Gastchor beim Programm des Chorverbandes Berlin zur Fête de la Musique 2020 - we hope everyone will be singing themselves happy!

Der Chor bei Facebook

#zusammenSINGENwirSTÄRKER

... es ist ja nicht nur die Fête de la Musique, die nicht wie erwartet stattfinden kann oder konnte in diesem Jahr, auch das Deutsche Chorfest in Leipzig musste schweren Herzens abgesagt und Projekte in diesem Zusammenhang umgewidmet werden. Ein tolles Video hat die Deutsche Chorjugend auf die Beine gestellt - im Newsletter haben wir zum Mitmachen aufgerufen, hier zeigen wir euch nochmal das Ergebnis dessen. Vielen Dank an alle Sänger*innen der Chorjugend im CVB für die Beiträge und alles Gute, hoffentlich bis bald!

Die Deutsche Chorjugend im Netz

Und das war das Programm - SINGALONG mit Songbook

Seit gestern finden Sie obenstehendund auf unserer Facebook-Seite die Beiträge Berliner Chöre zur Fête de la Haus-Musique 2020.

Außerdem übertrug die Website der Fête Berlin die Karaoke-Videos zum angekündigten Songbook. Mit dabei waren unter anderem der Popchor Wedding (Ltg.: Jonnes Holtz), FATAL VOKAL (Ltg.: Martina Nuber) und der Kinderchor der Staatsoper unter den Linden (Ltg.: Vinzenz Weissenburger). Alles war im Livestream hier zu sehen.

Die Mitsing-Videos zum Songbook finden Sie nach wie vor auf den Seiten der Fête Berlin.
Und das waren die Songs fürs Singalong zwischen 17 und 18:00 Uhr:

  • BELLA CIAO (Traditional)
  • IRGENDWIE IRGENDWO IRGENDWANN (Nena)
  • DON’T STOP THE MUSIC (Rihanna)
  • HAUS AM SEE (Peter Fox)
  • JUNIMOND (Rio Reiser)
  • ETERNAL FLAME (The Bangles)
  • WONDERWALL (Oasis)
  • DU HAST DEN FARBFILM VERGESSEN (Nina Hagen)
  • VIVA LA VIDA (Coldplay)
  • NO ROOTS (Alice Merton)

Danach waren viele verschiedene Beiträge aus der Berliner Musikszene zu sehen und zu hören. An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank für das Team der Fête Berlin um Kurator Björn Döring für diese besondere Fête unter Pandemie-Auflagen!

Haben Sie zu Hause mitgesungen und waren Sie Teil der ersten digitalen Fête? - Wir freuen uns auch über Ihr Feedback zur Veranstaltung!

Rückblick - 2019

Vielen Dank an die über 50 Chöre, die bei der diesjährigen Fête de la Musique teilgenommen haben. Bei perfektem Wetter haben unsere Bühnen in Berlin-Mitte viel Publikum angezogen, die auftretenden Chöre baten ihrem Publikum beste Unterhaltung. 

Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

Einen besonderen Dank an dieser Stelle an unsere Partnerin im Nikolaiviertel, die Interessengemeinschaft Nikolaiviertel, die ein wunderbares Getränke-Catering für unsere Chöre organisiert hat, das bei allen auftretenen Chören für wunderbare Stimmung sorgte. Folgen Sie Nikolaiviertel - heart of Berlin auf Facebook und entdecken Sie das älteste Viertel Berlins. 

Wir bedanken uns ebenfalls bei unseren langjährigen Partnern, ohne die diese Veranstaltung für uns nicht durchführbar wäre: Die Parochialkirche und die Humbolt-Universität zu Berlin, sowie unser erstmaliger Partner in diesem Jahr, die Heinrich-Böll-Bibliothek. Vor allem danken wir den ehrenamtlichen Helfer*innen, die unermüdlich uns jedes Jahr wieder unter die Arme greifen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Möchten auch Sie unsere Veranstaltungen aus einem anderen Blickwinkel erleben?
Wir freuen uns über Ihr Interesse an der ehrenamtlichen Unterstützung des CVB - schreiben Sie eine formlose Mail an stefanie.heller[at]chorverband-berlin.de, wenn Sie sich bei der Fête de la Musique 2020 vorbereitend und backstage engagieren wollen.

Wir freuen uns auf Sie!

 

„Singen macht Freude und hält jung!“ | Interview mit Christa Labahn, Sängerin im Ernst-Busch-Chor Berlin

Wer besonders viele Follower auf sozialen Netzwerken hat und viel von sich reden macht, den nennen wir heute „Influencer“. Meist sind dies Internet-affine junge Menschen, die viel (ja-ha, manchmal einen Mü zu viel) mitzuteilen haben. Wir möchten zum nahenden Fest der Musik nun aber mal jemanden zu Wort kommen lassen, der viel über Musik weiß, aber für gewöhnlich nicht auf jedem Social Media Kanal unterwegs ist.

Christa Labahn ist 76 Jahre alt und singt im Ernst-Busch-Chor Berlin, einer Seniorengruppe des Chorverbandes Berlin. Wir haben ihr einige Fragen gestellt.

FêteBerlin: Liebe Frau Labahn, wir haben Sie als unsere Influencerin ausgewählt. Welche Nachricht an die Welt haben Sie, die unbedingt viral gehen sollte?

Christa Labahn: Singt! Denn Singen macht Freude, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl, entwickelt Musikalität, stärkt Gedächtnis und Lernfähigkeit, hält jung und fördert die Gesundheit.

FB: Mit welchen Liedern sind Sie aufgewachsen? Gibt es aus dieser Zeit Lieder, die Sie heute noch singen?

Christa Labahn: Neben Kinderliedern habe ich vor allem bestimmte Pionierlieder, Friedenslieder, Arbeiterlieder und Volkslieder viel gesungen, auch internationale Volkslieder in russischer und englischer Sprache. Viele dieser Lieder finden sich auch im Repertoire des Chors, schöne Massengesänge wie z. B. das „Solidaritätslied“ oder die Europahymne „Ode an die Freude“.

FB: Was bedeutet Ihnen das Singen und wie lange singen Sie schon im Chor?

Christa Labahn: Musik ist ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Neben dem Klavier- und Cellounterricht habe ich auch immer schon gern gesungen, zuerst im Schulchor, später im Chor der Universität, nach Ende der Berufstätigkeit, seit 2006, im Ernst-Busch-Chor Berlin. Insgesamt singe ich – mit Pausen – seit 22 Jahren.

FB: Wir haben ja heute mit unseren iPhones immer und überall Zugriff auf eine riesen Bandbreite von Musik. Nutzen auch Sie iTunes, Soundcloud oder Youtube, um neue Musik zu entdecken?

Christa Labahn: Ja, insbesondere Youtube, z. B. bei der Vorbereitung von Mitsingkonzerten (zuletzt am 1. Juni 2019 das Requiem von Verdi in Barcelona, gemeinsam mit dem Rundfunkchor des MDR). Dabei geht es nicht um die Neuentdeckung, sondern um das Erlernen und Befähigen der richtigen Interpretation.

FB: Es gibt immer wieder Revivals totgesagter Musikstile. Amy Winehouse und Duffy z. B. haben Swing und Bigband Musik wieder etwas zurückgebracht und in den USA gibt es gerade wieder viele neue Folk Musiker. Welcher Musikstil, glauben Sie, wird als nächstes wiederentdeckt?

Christa Labahn: Schwer zu sagen. Vielleicht verstärkt Tango und Line Dance.

FB: Mögen Sie eigentlich moderne Schlager à la Helene Fischer und Vanessa Mai?

Christa Labahn:  Nein, nicht besonders.

 

Frau Labahn, vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen noch viele schöne Singstunden und freuen uns mit Ihnen auf die Fête de la Musique 2019!

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Der Chorverband Berlin e.V., der 2021 auf 120 Jahre Geschichte zurückblicken kann, ist die größte Amateurmusikorganisation der Hauptstadt. Der traditionsreiche Verein vereinigt rund 300 Chöre mit 11.000 Sänger*innen. Getragen werden seine zahlreichen Projekte größtenteils durch ehrenamtliches Engagement. Über die Internetseite des Chorverbandes können sich Chöre zur Teilnahme an der diesjährigen Fête de la Musique anmelden.

Der Ernst-Busch-Chor hat sich auch in diesem Jahr wieder für die Teilnahme an der Fête de la Musique beworben. Der Chor hatte 2018 seinen 45. Geburtstag, den Namen Ernst Buschs trägt er seit 1983.