Geschwister - Mendelssohn - Medaille

Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2017

Die Geschwister-Mendelssohn-Medaille des Chorverbandes Berlin wurde 2017 zum achten Male verliehen. Wir sind froh darüber, dass sich die großartige Zusammenarbeit mit der Mendelssohn-Gesellschaft e. V. zu einer schönen Tradition entwickelt hat. 
Auch die Festveranstaltung des Jahres 2017 fand am 22. Juni 2017 um 19:00 Uhr in der Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße in Mitte statt. Wieder wurden herausragende Verdienste um das hauptstädtische Laienchorschaffen gewürdigt. Die Gewinner in diesem Jahr:

Marie-Louise Schneider
Jörg-Peter Weigle
Ralf Sochaczewsky

Herzlichen Glückwunsch!

v.l.n.r.: Thorsten Wöhlert, Carsten Albrecht, Thomas Hennig, Jörg-Peter Weigle, Marie-Louise Schneider, Ralf Sochaczewsky, Petra Merkel, Albrecht Henkys
Foto: Robert Lehmann

Marie-Louise Schneider belegte nach ihrem Studienaufenthalt in den USA Kirchenmusik an der Hochschule der Künste Berlin, wo sie Chorleitungsunterricht bei Uwe Gronostay bekam. Nach dem Diplom 2001 nahm sie an Meisterkursen bei Eric Ericson und Hans-Christoph Rademann teil und war Assistentin von Universitätsmusikdirektor Constantin Alex.
Von 2003 bis 2014 leitete sie den Kronenchor Friedrichstadt. Ende 2006 übernahm sie das Kantorenamt an der Bischofskirche St. Marien in Berlin-Mitte. Unter ihrer Leitung stehen hier die KinderKantorei, das MarienVokalensemble, das MarienVokalconsort sowie die MarienKantorei, mit der sie die großen Werke der Oratorien-Literatur aufführt.

Sie ist Gründerin der jährlichen Internationalen Chormusiktage ChorInt., die erstmals im Juni 2010 – nach der Fertigstellung der Restaurierung der Marienkirche – unter ihrer künstlerischen Leitung stattfanden, und initiierte außerdem das Projekt „500 Jahre Musik aus Berlins historischer Mitte“, das Forschungen zur Musikgeschichte im historischen Zentrum Berlins umfasst. Sie ist Mitglied im Musikausschuss des Chorverbandes Berlin.

Ralf Sochaczewsky erhielt Dirigierunterricht bei Christian Grube und Marc Piollet an der Universität der Künste Berlin und studierte dann an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin Chordirigieren bei Jörg-Peter Weigle und Orchesterdirigieren bei Rolf Reuter. Von 2003 bis 2005 wurde er vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates gefördert. Er belegte Meisterkurse bei Eric Ericson und Helmuth Rilling, konzertierte mit renommierten nationalen und internationalen Klangkörpern und dirigierte Opernproduktionen im In- und Ausland. Er war assistant conductor von Vladimir Jurowski und Barrie Kosky. Von 1998 bis 2012 leitete er den Kammerchor ensemberlino vocale.

Derzeit ist er künstlerischer Leiter der Berliner Chöre Cantus Domus und Die Fixen Nixen. Er arbeitete mit Tocotronic, Damien Rice und anderen Popgruppen und -künstlern zusammen. Zudem hat er ein besonderes Interesse für die historische Aufführungspraxis und wirkte als Barockgeiger und –bratscher in ausgewiesenen Ensembles mit. Er ist Mitglied im Musikausschuss des Chorverbandes Berlin und außerdem Mitglied im Präsidium des Landesmusikrates Berlin.

Jörg-Peter Weigle erhielt seine musikalische Ausbildung von 1963 bis 1971 als Knabe im Leipziger Thomanerchor. An der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin studierte er Dirigieren und Chorleitung bei Horst Förster und Dietrich Knothe und vervollständigte seine Ausbildung 1976 im Internationalen Musikseminar Weimar bei Kurt Masur. Von 1980 bis 1988 leitete er den Rundfunkchor Leipzig, ab 1986 die Dresdner Philharmonie und von 1995 bis 2003 die Stuttgarter Philharmoniker. Von 1994 bis 2000 arbeitete er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden als Leiter des Hochschulorchesters und erhielt dort 1995 eine Honorarprofessur. 

Darüber hinaus konnte er seiner Neigung zur Chormusik mehrfach bei verschiedenen Rundfunkanstalten nachgehen. Operndirigate an der Semperoper Dresden und der Komischen Oper Berlin erweiterten sein Betätigungsfeld. Seit 2001 ist er als Professor für Chordirigat an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin aktiv, der er von 2008 bis 2012 zudem auch als Rektor vorstand. Seit September 2003 ist er der Künstlerische Leiter des Philharmonischen Chores Berlin.

Geschwister Mendelssohn Medaille 2016

Die Geschwister-Mendelssohn-Medaille des Chorverbandes Berlin wurde 2016 zum siebenten Male verliehen. Wir sind froh darüber, dass sich die großartige Zusammenarbeit mit der Mendelssohn-Gesellschaft e. V. zu einer schönen Tradition entwickelt hat.
Auch die Festveranstaltung des Jahres 2016 fand am 15. Juni 2016 um 19:00 Uhr in der Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße in Mitte statt. Wieder wurden herausragende Verdienste um das hauptstädtische Laienchorschaffen gewürdigt. Die Gewinner in diesem Jahr:

Simon Halsey
Michael Betzner-Brandt
Bettina Schmidt
Vocalconsort Berlin

Tim Renner, Kai-Uwe Jirka, Michael Betzner-Brandt, Simon Halsey, Petra Merkel, Bettina Schmidt, Vertreter des Chores Vocalconsort Berlin, Ralf Sochaczewski
Photo: Julian Lehmann

Der gebürtige Londoner Simon Halsey wurde mit 22 Jahren Musikdirektor der University of Warwick. 1982 lud ihn Sir Simon Rattle ein, die Leitung des City of Birmingham Symphony Chorus zu übernehmen, die er bis heute innehat. Unter diesem Dach rief er ein Jugendchor-Programm mit drei weiteren Chören ins Leben. Daneben war er von 1997 bis 2008 zunächst Gast-, dann Chefdirigent des Niederländischen Rundfunkchores. Von 2001 bis 2015 war er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunkchores Berlin und wurde mit Ende seiner Amtszeit zum Ehrendirigenten ernannt. 2007 und 2008 erhielt er für Einspielungen mit diesem Klangkörper Grammys in der Kategorie „Best Choral Performance“. Von 2004 bis 2012 oblag ihm die Leitung des Northern Sinfonia Chorus und der Chorprogramme am Konzerthaus The Sage Gateshead. Im Sommer 2012 trat er die Position als Chordirektor beim London Symphony Orchestra und London Symphony Chorus sowie als Leiter des BBC Proms Youth Chorus an.

Daneben ist er ein gefragter Pädagoge. Zusätzlich zu seinem Lehrstuhl am Royal Welsh College of Music & Drama in Cardiff übernahm der zweifache Ehrendoktor im August 2012 eine Professur an der University of Birmingham. 2011 erschien seine Buch- und DVD-Veröffentlichung „Chorleitung – Vom Konzept zum Konzert“ in der Reihe „Schott Master Class“. Für seine herausragenden Verdienste um die Chormusik erhielt er 2010 das Bundesverdienstkreuz. 2015 wurde er von der Queen zum Commander of the British Empire ernannt und nahm aus ihren Händen Her Majesty’s Medal for Music entgegen.
Die Laudatio hielt Tim Renner


Michael Betzner-Brandt
studierte Kirchenmusik am Gregoriushaus Aachen, Schulmusik an der Hochschule für Musik Detmold, Philosophie an der Universität Bielefeld und der Technischen Universität Berlin sowie Chordirigieren bei Uwe Gronostay an der Universität der Künste Berlin. Von 2003 bis 2016 unterrichtete er dort selbst Chorleitung und gründete den Studierendenchor Fabulous Fridays, der zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewann, mehrere CDs aufnahm und sich als Kreativ-Team versteht, in dem die Mitglieder ihre Musik ausschließlich selber entwickeln, komponieren und arrangieren. Konzertreisen führten unter anderem nach New York, China und Indonesien. Ein Höhepunkt war auch der Auftritt im Juni 2014 mit den Rolling Stones in der Berliner Waldbühne.

Im April 2010 gründete der Dirigent außerdem High Fossility – Rock-Pop- Chor 60 plus. Arrangements dieses Seniorenchors sind auf 2 CDs und in einem Band erschienen. Weitere Bücher veröffentlichte er zu seinem Konzept „Chor kreativ – Singen ohne Noten“. Er gibt Kurse und Workshops in Vocal Improvisation und Circle Singing und ist der Erfinder des „Ich-kann-nicht-singen-Chores“. Dieses Mitsingformat wurde 2014 mit dem Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung ausgezeichnet.

Im Oktober 2015 übernahm er zusammen mit Bastian Holze die Leitung des von Leadership Berlin und CVB initiierten Begegnungschors Berlin,in dem Einheimische mit Geflüchteten singen. Seit Februar 2016 arbeitet er als Studienreferendar für Musik und Philosophie an einem Neuköllner Gymnasium.
Die Laudatio hielt Kai-Uwe Jirka.


Bettina Schmidt
studierte Gesang und Dirigieren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Von 1983 bis 1990 war sie freiberuflich als Sängerin tätig und absolvierte ein Kirchenmusikstudium in Berlin. Seit 1980 ist sie als Chorleiterin aktiv. Sie leitet den Gropius-Chor Berlin an der Musikschule Paul Hindemith Neukölln, den Frauenchor Cantabile, das Vokalensemble Audite, den Chor des Bürgerhauses Grünau, den Kirchenchor Grünau sowie den Berliner A-Cappella-Chor. Dieser erhielt unter ihrer Leitung 1994 beim 1. Internationalen Smetana-Chorwettbewerb im tschechischen Litomyšl und beim 2. Internationalen Mendelssohn-Bartholdy-Chorwettbewerb 1999 in Pohlheim jeweils ein Silberdiplom.

Sie selbst wurde mit dem 2. Dirigentenpreis ausgezeichnet. Daneben gibt sie Liederabende und hilft regelmäßig in anderen Chören mit Gesang oder Dirigat aus, so 2014 beim Chor des Deutschen Bundestages mit der Einstudierung von Mendelssohns „Lobgesang“ für eine Aufführung in London.
Die Laudatio hielt Petra Merkel.


Das Vocalconsort Berlin wurde 2003 gegründet und ist damit der jüngste der drei Profichöre Berlins. Es hat keinen künstlerischen Leiter, sondern arbeitet projektweise mit unterschiedlichen Dirigenten als eines der drei „Residenzensembles“ der Kultur- und Veranstaltungsinstitution Radialsystem V.

Wandlungsfähig in Besetzung und Repertoire konnte es Erfolge auf ganz unterschiedlichen Gebieten feiern:
von Monteverdis „L’Orfeo“ unter René Jacobs bei den Innsbrucker Festwochen bis zu Bernsteins „A Quiet Place“ unter Kent Nagano. Bei Schönbergs „Moses und Aron“ unter Vladimir Jurowski verstärkte es in der Inszenierung von Barrie Kosky den Opernchor auf der Bühne. Und auch an vielen szenischen Produktionen der Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests war es maßgeblich beteiligt.

Aus seinen CD-Einspielungen ragen Produktionen von Händel-Werken sowie die Bach-Motetten unter Marcus Creed heraus. Für die Aufnahme von Gesualdos „Sacrae Cantiones“ erhielt es 2013 den ECHO Klassik in der Kategorie „Chorwerke-Einspielung des Jahres“. In seinen eigenen Projekten überschreitet es gern die Grenzen der klassischen Genres und Disziplinen.
Die Laudatio hielt Ralf Sochaczewsky.

Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2015

Auch die Festveranstaltung des Jahres 2015 wurde in der Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße in Mitte durchgeführt. Wieder werden herausragende Verdienste um das hauptstädtische Laienchorschaffen gewürdigt.

Eine Fachjury ermittelte die Preisträger und wir gratulieren ganz herzlich den Gewinnern 2015:

Sabine Wüsthoff
Michael Seyffert
Horst Fliegel
Wolfgang Thierfeldt

Die Verleihung fand am Donnerstag, den 28. Mai 2015 um 19.00 Uhr in der Mendelssohn - Remise, Jägerstr. 51 in 10117 Berlin statt.

Sabine Wüsthof, Karin Mueller, Wolfgang Thierfeldt, Nikolaus Sander, Michael Seyffert, Reinhard Stollreiter, Horst Fliegel
Photo: Jan Grewe

Sabine Wüsthoff absolvierte eine Ausbilung zur Diplomsport- und Gymnastiklehrerin und begann im Anschluss ein Musikstudium, das sie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover mit dem Staatsexamen abschloss.

Seitdem arbeitet sie als freischaffende Dirigentin, Komponistin und Musikpädagogin in Berlin. In Workshops und Meisterkursen bei bekannten europäischen Dirigenten spezialisierte sie sich auf Chorleitung und Orchesterdirigieren. Sie leitet das Schöneberger Kammerorchester und das Vokalensemble Canto Berlin und gibt regelmäßig Kurse für ChorleiterInnen und DirigentInnen mit den Schwerpunkten Körperarbeit und Kreativität. 2003 erhielt sie den Dirigentenpreis des Internationalen Johannes-Brahms-Chorwettbewerbs Wernigerode sowie 2008 den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb des RIAS Kammerchors. Den Berliner Mädchenchor – eine Chorschule für Mädchen von 6 bis 22 Jahren - leitet sie seit 1998.
Mit dem dortigen Konzertchor hat sie mehrfach erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen und zuletzt beim Deutschen Chorwettbewerb 2014 in der Kategorie Gleichstimmige Jugendchöre den vordersten Platz belegt. Außerdem wurde dieser Auftritt mit dem Sonderpreis der Volksbanken Raiffeisenbanken für die kreativste Performance prämiert.


Wolfgang Thierfeldt
nahm zunächst Privatunterricht bei Helmuth Pein, dem Kantor der Gemeinde Neu-Westend. Er legte sein Diplom an der Hochschule der Künste Berlin ab, wo er Klavier bei Käthe Walter, Rhythmik bei Karl Heinz Taubert und Drums/Mallets bei Klaus Kießner studierte.

Er war als Schlagzeuger und Radiomoderator unterwegs und erhielt 1980 einen Lehrauftrag seiner Alma mater. Er ist Jazzmusiker, Komponist von Film-, Theater- und Ballettmusik, Arrangeur und Produzent, Dozent an der Universität der Künste Berlin und an der Leo-Borchard-Musikschule Zehlendorf, musikalischer Leiter von Theater- und Musicalproduktionen sowie Kursleiter, so beim Chorleiterseminar des Chorverbandes Berlin.
Er war für Großprojektchöre tätig, beispielsweise 1996 bei Michael Bolton im ICC und 1997 bei Celine Dion in der Waldbühne oder bei den Berliner Philharmonikern und dem Lincoln Center Jazz Orchestra 2001 in der Philharmonie.

1991 übernahm er die Leitung des Gospelchors „Hallelujah Children Berlin“, 1995 gründete er den JazzPopGospelchor „Village Voices“ sowie 2005 den Studentenchor „MusiCall“. Mit allen drei Ensembles nahm er erfolgreich an nationalen und internationalen Wettbewerben teil. Neben den Village Voices leitet er seit 2009 den gemischten Chor „Terz mit Herz“.


Michael Seyffert
absolvierte ein Diplommathematikstudium an der Technischen Universität Berlin und ein privates Gesangsstudium bei Cläre Holsten. Von 1972 bis 1996 war er als Systemberater in der IT-Branche beschäftigt. Ein halbes Jahrhundert – von 1964 bis 2014 – war er aktiver Sänger im Philharmonischen Chor Berlin.

1976 übernahm er als Stellvertretender Vorsitzender – an der Seite des damaligen Dirigenten Hans Chemin-Petit – die dortige Vorstandsarbeit und trat fünf Jahre später die verantwortliche erste Position an. Mit seinem jahrzehntelangen Engagement als Vorsitzender hat er dazu beigetragen, dass dieser Klangkörper heute als einer der renommiertesten Oratorienchöre Deutschlands gilt. In seine Amtszeit zwischen 1981 und 2012 fielen die entscheidenden Verpflichtungen von Uwe Gronostay und Jörg-Peter Weigle als Künstlerische Leiter.
Nach 36 Jahren kontinuierlicher Führungstätigkeit wurde er für seine außergewöhnlichen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. Von 2000 bis 2014 managte er außerdem das Orchester Concerto Brandenburg in Berlin. Als langjähriger Vorsitzender der „Chöre AG Berlin“ engagiert er sich bis heute für alle oratorisch und chorsinfonisch wirkenden Laienensembles und deren Auftrittsmöglichkeiten in den großen Konzerthäusern der Stadt. 2009 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Band verliehen.

Für das Lebenswerk:

Horst Fliegel studierte von 1956 bis 1961 Dirigieren und Komposition an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Von 1961 bis 1990 war er im Musikbereich des DDR-Rundfunks als Redakteur und Produzent tätig, seit 1973 als Leiter der Hauptabteilung Musik. Hier war er für die Studioaufnahmen und Konzerte von zehn Klangkörpern verantwortlich. Nach der Abwicklung der Einrichtung arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Luisenstädtischen Bildungsverein. 1995 kam er zum Berliner Sängerbund und war für die Kinder- und Jugendchöre zuständig. Von 1999 bis 2013 hatte er die Funktion eines Vizepräsidenten des Chorverbandes Berlin inne.

Zu seinen Aufgaben gehörten die Organisation großer Veranstaltungen, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Erarbeitung von Konzepten. So entwickelte er für die Verbandszeitschrift „Berliner Chorspiegel“ 2008 ein neues Profil. Er hat sich dafür eingesetzt, dass die Chöre aus Ost und West ihr Zusammenwirken vertiefen und so ihren

Beitrag zur deutschen Einheit leisten. Seit Bestehen des Fördervereins „Chormusik für Berlin“ gehört er zu dessen Leitungsteam. Als Komponist von Schlager- und Unterhaltungsmusik schrieb er über 600 Lieder, außerdem Musik für Kinder und über 150 Instrumentaltitel. Darüber hinaus ist er regelmäßig musikjournalistisch tätig.

Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2014

Die diesjährige Verleihung fand am 22. Mai 2014 traditionell in der Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße in Berlin - Mitte statt. Hier die finden Sie die Preisträger.

Foto: Anniev Kosta

Der Kinderchor der Staatsoper Unter den Linden hat sich als zuverlässiger musikalischer Partner sowohl des Opernhauses als auch anderer Institutionen inner- und außerhalb Berlins bewährt. Er bietet eine fundierte musikalische Ausbildung für seine jungen Mitglieder, die sich zweimal in der Woche treffen, um die Kinderchorpartien der Opernwerke „La Bohème“, „Un ballo in maschera“, „Tosca“, „Turandot“, „Boris Godunow“, „Pique Dame“, „Der Rosenkavalier“, „Carmen“, „Der gestiefelte Kater“ oder des Balletts „Der Nussknacker“ sowie das laufende Konzertrepertoire einzustudieren. Eine stimmbildnerische Ausbildung erfolgt durch drei Gesangspädagogen.

Mit der Spielzeit 2007/08 übernahm Vinzenz Weissenburger die Leitung. Neben den Auftritten auf der Opernbühne verleihen die Konzerte in der Staatsoper und auf Gastspielreisen in das In- und Ausland, so nach Dresden, Hamburg, Italien, Frankreich, Luxemburg und mehrmals in das Baltikum, und auch die Zusammenarbeit mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder dem Rundfunk Sinfonieorchester eine eigene künstlerische Identität.

Beim Landeschorwettbewerb 2013 gewann das Ensemble „mit hervorragendem Erfolg“ den 1. Preis und wurde zum Deutschen Chorwettbewerb in Weimar delegiert, der im Mai 2014 stattfindet. Ebenfalls im vorigen Jahr errangen die Kinder die Goldmedaille beim Internationalen Wettbewerb „Siauliai Cantat“ in Litauen.

Frank Schwemmer, geboren 1961 in Berlin, legte bereits als Abiturient erste kammermusikalische Kompositionen vor. Nach dem Studium der Schulmusik an der Hochschule der Künste Berlin absolvierte er ein privates Kompositionsstudium in Berlin und Wien. Seit 1983 ist er freischaffend als Komponist tätig.

Von 1984 bis 1992 war musikalischer Leiter am Jungen Theater Berlin. Seit 2001 hat er sich, in enger Zusammenarbeit mit Berliner Bühnen, zunehmend einen Ruf als Opernkomponist erworben. So entstanden neben der biblischen Oper „Nebukadnezar“ (mit Sabine Wüsthoff) und der Kurzoper „Der Wurm“ die Opern „Der kleine Muck“ für Berliner Kammeroper und carrousel Theater, „Angela – Eine Nationaloper“ für die Neuköllner Oper, „Der Reiter mit dem Wind im Haar“ für Komische Oper Berlin und carrousel Theater, „Medea-Stimmen“ für das Radialsystem V Berlin, „Robin Hood“ für die Komische Oper Berlin und „Die Schatzinsel“ für das Opernhaus Zürich. Im Zentrum seines kompositorischen Schaffens steht die vokale Musik, wobei großes Gewicht auf den engen Kontakt mit den Interpreten – Solisten, Chören, Theaterschaffenden – gelegt wird.

Derzeit arbeitet er mit der Taschenoper Lübeck an dem Stück „Küchenoper“.


Habakuk Traber studierte Kirchenmusik und Musikwissenschaft. Chöre leitete er seit seinem 15. Lebensjahr. Nach Tätigkeit als (Kirchen-)Musiker verlegte er ab 1995 seinen Schwerpunkt auf die Publizistik.

Er arbeitet als Autor und Referent für Orchester und Festivals in Berlin, Hamburg, München, Zürich, London, Luzern und Seoul und ist seit 2002 Dramaturg der Münchener Biennale für neues Musiktheater. In Berlin ist er insbesondere dem Deutschen Symphonie-Orchester seit vielen Jahren verbunden. Er veröffentlichte Studien und Bücher über Musik im Exil und über die neuere Berliner Musikgeschichte, darunter drei Bücher zur Chorgeschichte in Berlin: „Stimmungswandel“ zur Geschichte des RIAS Kammerchors, „Stimmen der Großstadt“ zur Geschichte des Berliner Sängerbundes und „Aufbruch als Devise“ zur Geschichte des Philharmonischen Chors Berlin.

Zuletzt erschienen „Time in Flux. Die Komponistin Ursula Mamlok“ und „Nach-Zeichnung“, eine Werkmonographie über den Komponisten Peter Ruzicka.

 

Für das Lebenswerk

Dr. Sabine Vorwerk, geboren 1949 in Templin, schloss ihr Studium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 1971 als Diplomfachlehrerin für Musik und Deutsch ab und begann ein Forschungsstudium der Musikwissenschaft zur Erlangung der Doktorwürde, das sie an der Humboldt-
Universität zu Berlin fortsetzte, wo sie 1977 promovierte.

1976 arbeitete sie als Lektorin beim Verlag Lied der Zeit, ab 1978 als Musikredakteurin bei Radio DDR II, ab 1990 beim Deutschlandsender Kultur und ab 1994 beim heutigen Deutschlandradio Kultur, wo sie als Redakteurin und Produzentin in der Musikabteilung seit 1997 auch für Chormusik verantwortlich ist. In dieser Funktion hat sie zahlreiche Chöre porträtiert und gefördert und mit Ensembles wie dem RIAS Kammerchor, dem Rundfunkchor Berlin, dem Athesinus Consort Berlin, der Camerata Musica Limburg, dem Gewandhauschor Leipzig, der Vokalakademie Berlin, Sirventes Berlin, dem Norddeutschen Kammerchor, dem Jungen Vokalensemble Hannover, dem Kammerchor Michaelstein, der Capella Cantorum Berlin und dem Philharmonischen Chor Berlin gearbeitet.

Sie hat mehrfach als Jurorin bei Bundes- und Landeschorwettbewerben mitgewirkt, zuletzt für den Ersten Deutschen Chordirigentenpreis 2014.

Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2013

Die diesjährige vierte Verleihung der Geschwister-Mendelssohn-Medaille fand am 07. Mai 2013 traditionell, wie auch in den letzten Jahren schon, in der Mendelssohn-Remise am Gendarmenmarkt statt.

Die diesjährigen Preisträger sind:

Susanne Faatz
Chorleiterin und Diplom-Musiklehrerin

Die Chorleiterin ist studierte Diplom-Musiklehrerin und qualifizierte sich auf diversen Jazz- und Chor-Workshops im In- und Ausland. Seit 2001 ist sie selbst als Workshop-Leiterin und Jurorin tätig. Sie unterrichtet an der Joseph_Schmidt-Musikschule in Berlin-Treptow sowie am John-Lennon-Gymnasium in Berlin-Mitte. An der Musikschule Béla Bartok in Berlin-Pankow leitet sie seit 1991 die "JazzVocals", einen gemischten Chor mit ca. 28 Sängerinnen und Sängern zwischen 20 und 45 Jahren. Der Chor hat sich zu einem hoch geschätzten Ensemble entwickelt. Es ist ihr gelungen, junge Menschen für den Chorgesang zu begeistern und zu qualitativ hoch stehenden Leistungen zu führen.

Prof. Reinhard Stollreiter
Ehrenpräsident des Chorverbandes Berlin

Prof. Reinhard Stollreiter war von 1985 bis 2009 Präsident des Chorverbandes Berlin. Auf seine Veranlassung hin fand bereits am 19. November 1989 im kammermusiksaal der Philharmonie das Erste Gesamtberliner Chorkonzert statt. Ebenfalls von ihm initiiert, traf man sich im Januar 1990 zur Ersten gesamtdeutschen Chorkonferenz in Berlin. Sein Ziel war die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft. Und so gelang im Januar 1992 der Zusammenschluß des Chorverbandes Berlin (Ost) mit dem Berliner Sängerbund (West) zu einer der größten künstlerischen Einrichtungen der Hauptstadt. Er übernahm eine Reihe von Ehrenämtern. Seit 1993 ist er Vizepräsident des Deutschen Chorverbandes.

Dr. Christine Roßberg
Fachärztin für Geriatrie und Chorleiterin

Vor 40 Jahren hat die Dr. Christine Roßberg der "Chor der fröhlichen Rentner" gegründet. Ihr Anliegen ist es, älteren Menschen eine erfüllte Freizeit zu bereiten und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Es ist ihr gelungen, neue Seniorenchöre zu initiieren und anzuleiten. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Präsidium des Chorverbandes Berlin erfolgreich als Seniorenbeauftragte. Lange Zeit war Dr. Christine Roßberg Vorsitzende des Landesverbandes Berlin der Volksolidarität und genoss auch in dieser Tätigkeit sehr viel Anerkennung.

Prof. Dr. Heinrich Poos
zeitgenössischer Komponist

Er gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Komponisten zeitgenössischer deutscher Musik. Lange Jahre hat er eng mit dem Chorverband Berlin und dem Deutschen Chorverband zusammengearbeitet. 1976 gründete er die Chorleiterseminare des damaligen Berliner Sängerbundes. Im gleichen Jahr schrieb er Text und Musik zum Chorfest des DSB in Berlin "Singen heißt Verstehen". Von 1955-1970 war er Kantor und Organist in Berlin. Von 1971-1990 unterrichtete er an der damaligen Hochschule der Künste. Der Chorverband Berlin verleiht Hernn Prof. Dr. Heinrich Poos die Geschwister-Mendelssohn-Medaille für sein Lebenswerk.

Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2012


Auch in diesem Jahr wurde die Geschwister-Mendelssohn-Medaille an herausragende Persönlichkeiten des Berliner Chorlebens durch den Chorverband Berlin in der Mendelssohn-Remise vergeben. Hier die Preisträger.

Prof. Peter Vagts gehört zu den profiliertesten Persönlichkeiten des Chorverbandes Berlin. Als Chorleiter und Musikpädagoge hat er das Berliner Musikleben über Jahrzehnte hinweg mit geprägt.  1975 gründete er den Chor der Humboldt-Universität zu Berlin und leitete ihn bis 2007. Peter Vagts entwickelte diesen Chor zu einem überregional bekannten Ensemble, das zahlreiche erfolgreiche Konzertreisen im In- und Ausland unternahm. Zur Wendezeit vollzogen Prof. Reinhard Stollreiter und er die Vereinigung der Ost- und Westberliner Chorverbände zum Berliner Sängerbund. Bis 1999 war er dessen Vizepräsident. Seit vielen Jahren ist Prof. Peter Vagts für die Berliner Chorleiterseminare verantwortlich und aktives Mitglied des Musikausschusses des Chorverbandes Berlin. Im Jahre 1994 wurde er für seine Leistungen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Kirchenmusikdirektor Christian Finke hat sich als Chorleiter, Kantor und Organist einen ausgezeichneten Ruf im Berliner Musikleben erworben. Er studierte von 1977-81 an der damaligen Hochschule der Künste Berlin und der Berliner Kirchenmusikschule im Spandauer Johannesstift. Seit 1985 ist er der Kirchengemeinde Dreifaltigkeit in Lankwitz eng verbunden und leitet dort mehrere Chöre. Seit 2001 ist Christian Finke auch Kreiskantor für den Kirchenkreis Berlin-Steglitz. Er entwickelte zahlreiche Initiativen wie etwa die Lankwitzer Chortage, die Reihe „Neue Aspekte für die Kirchenmusik“ sowie zahlreiche Kontakte zu internationalen Chören. Im Jahre 2006 wurde er für seine Verdienste zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Christian Finke ist Präsident des Chorverbandes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Dozent an der UdK Berlin sowie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Als Präsidiumsmitglied des Landesmusikrates Berlin gehört er zu den Partnern des Chorverbandes Berlin, bei dem er als Dozent an Chorleiterseminaren beteiligt war.

Hans-Hermann Rehberg ist Chordirektor des Rundfunkchores Berlin, dessen Mitglied er seit 1982 ist. 1990 übernahm er das Management. Rehberg ist wesentlich an der Profilierung zu einem Weltklassechor, der die internationale Chorszene mitbestimmt und gleichzeitig im Studio arbeitet, beteiligt. Er ist ein wichtiger Partner bei der Zusammenarbeit des Rundfunkchores Berlin mit dem Chorverband Berlin. Hans-Hermann Rehberg steht für hohe Qualität, die in drei Grammys zum Ausdruck kommt, für Teamwork und ständige Bewegung. Er hat ein Gespür für die Bedürfnisse der Hörer und weiß sehr wohl, dass Kultur ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens ist. Und Rehberg will mit dem Rundfunkchor das Profil der Hauptstadt schärfen. Er tut alles dafür, die Arbeitsbedingungen für den Chefdirigenten und das gesamte Ensemble so optimal wie möglich zu gestalten. Er kennt als professioneller Musiker keine Ressentiments gegenüber Laienchören, sondern fördert die gemeinsamen Interessen. Hier liegt auch das Motiv für die Mitsingekonzerte, die Hans-Hermann Rehberg in den 90-er Jahren entwickelte und zu einer erfolgreichen Reihe profilierte.

Geschwister Mendelssohn Medaille 2011

Am 8. April tagte unter Vorsitz von Carsten Albrecht die Jury zur Verleihung der Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2011. Die Preisträger sind Prof. Dr. Marek Bobéth, Johanna Blumenthal und Michael Uhl. Der „Berliner Chorspiegel“ gratuliert sehr herzlich und wünscht für die weitere Arbeit viel Glück und Erfolg.

Prof. Dr. Marek Bobéth hat sich als Chorleiter, Pianist und Hochschullehrer bedeutende Verdienste um das Berliner Musikleben erworben. Nach Studien in den Fächern Klavier, Chorleitung, Dirigieren und Musikwissenschaft konzentrierte sich ein wesentlicher Teil seiner ehrenamtlichen Tätigkeit auf die Arbeit mit Berliner Laienchören. Sein Freund und Lehrer Prof. Fritz Höft hatte ihn dazu angeregt. Über Jahrzehnte war er Leiter der Berliner Liedertafel, des Kammerchores Wedding und der Berliner Chorfreunde. Er konzipierte und leitete Großveranstaltungen, u. a. den „Singenden Kudamm“ 1976, das Festkonzert zum 100. Jubiläum des Berliner Sängerbundes in der Berliner Philharmonie und Konzerte zu den Chorfesten des Deutschen Sängerbundes in Köln, Hamburg, Berlin und Bremen. Marek Bobéth leistete im Chorverband Berlin wertvolle Arbeit als Mitglied des Präsidiums, Bundeschorleiter, Vorsitzender des Musikausschusses und als Mitglied im Musikrat des Deutschen Chorverbandes. Darüber hinaus ist Marek Bobéth Vorsitzender der Hans-von-Bülow-Gesellschaft, Gründungsmitglied der Tschaikowsky-Gesellschaft und Vorstandsmitglied im Tonkünstlerverband. In Würdigung seiner künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, so das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Johanna Blumenthal ist seit 1977 als Chorleiterin tätig. Nach dem Abitur am Landesgymnasium für Musik in Wernigerode, wo sie dem Rundfunk-Jugendchor angehörte, studierte sie an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar Gesang sowie Chor- und Ensembleleitung mit Diplomabschluss im Fach Dirigieren. 1976 war sie Praktikantin beim Rundfunkkinderchor Berlin. Ein Jahr später wurde sie Assistentin beim Großen gemischten Chor des Hermann-Duncker-Ensembles, seit 1984 ist sie künstlerische Leiterin des jetzt als Berliner Singegemeinschaft „Märkisches Ufer“ bekannten gemischten Chores sowie dessen Kammerchores. 1978 übernahm sie mit dessen Gründung die Leitung des Kinder- und Jugendchores des Kultur- und Sport-Clubs (KSC) Strausberg. 1985 wurde sie künstlerische Leiterin des Seniorenchores „Hermann Duncker“ und ab 1991 leitet sie den Frauenchor Berlin-Mahlsdorf. Im Jahre 2000 übernahm sie die künstlerische Leitung des kleinen Klubchores des KSC Strausberg und ebenfalls 2000 die des Kammerchores der Musikschule Spandau. Johanna Blumenthal ist somit Leiterin von sieben Laienchören in Berlin und Brandenburg. Sie wird geschätzt als hervorragende Chorerzieherin, die sich aller Altersgruppen annimmt und für viele Chorsängerinnen und Chorsänger als Vorbild gilt.

Der Chorleiter, Pianist und Organist Michael Uhl gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten des Chorverbandes Berlin. Er gilt als erfahrener Fachmann in allen Bereichen der Chormusik und hat sich seit Jahrzehnten erfolgreich der Arbeit mit Laien gewidmet. Bereits mit 7 Jahren sang er im Knabenchor, mit 11 Jahren kam er auf das Musikgymnasium in Regensburg und war bis zum Abitur Mitglied der berühmten Regensburger Domspatzen. Es folgte ein Musikstudium in Berlin, das er mit dem Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen im Fach Schulmusik abschloss. Daneben studierte er Gesang, Klavier, Orgel und Dirigieren. 1972 wurde er hauptamtlicher Organist bei der Stadt Berlin. Michael Uhl sucht die Perfektion. Dabei ist für ihn die psychologische Komponente im Umgang mit Sängerinnen und Sängern genau so wichtig wie die rein musikalische. Das Ergebnis ist ausnahmslos von hohem Niveau. Im Jahre 1986 gründete er das Erk Männer-Vocal-Ensemble. 1996 übernahm er den renommierten Marzahner Kammerchor und entwickelte ihn zu einem der vielseitigsten und gefragtesten Berliner Laienchöre. Im Musikausschuss des Chorverbandes Berlin gilt Michael Uhl als ein engagierter Musiker, der stets bereit ist, konkrete Aufgaben zu übernehmen. So ist er seit langem verantwortlich für das jährlich stattfindende Adventssingen unserer Chöre in Berliner Kirchen.

Die Präsidentin des Chorverbandes Berlin, Frau Petra Merkel, verleiht die Medaillen und Urkunden am Donnerstag, 19. Mai 2011, 11:00 Uhr, in der Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, 10117 Berlin. Wir bedanken uns bei der Mendelssohn-Gesellschaft e. V. für die gute Zusammenarbeit.

Geschwister Mendelssohn Medaille 2010

Matthias Bender

Der Kantor der Lutherkirche in der Spandauer Neustadt sorgt mit mehreren Ensembles an seiner Kirche und immer neuen Projekten dafür, dass die Kirchenmusik ihren Platz in der Gesellschaft behält - der allbekannte Widerspruch zwischen Lippenbekenntnissen der Pfarrer und der Gemeindekirchenräte und den tatsächlich bewilligten Mitteln für die Verkündigung von der Empore herab hat ihn auch nach fast 35 Jahren im Dienst der Gemeinde nicht entmutigt.

Etta Hilsberg

Die Leiterin der camerata vocale hingegen hat sich vor 25 Jahren aus den Zwängen des Kantorenamtes und der kirchlichen Hierachie verabschiedet und sich in die Unsicherheit einer freien Musikerexistenz gewagt, vor allem, um, wie sie selbst sagt, die Musik in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungen zu stellen: Stimmbildung in kleinen Gruppen, Management der aufwändigen Oratorienaufführungen inklusive finanzielles Risiko nimmt sie auf sich und produziert so Aufführungen aus einem Guss, die in Berlin Maßstäbe setzen.

Prof. Christian Grube

Als Kantor in Hildesheim. als Professor für Liturgie, Hymnologie und Chorleitung an der Hochschule der Künste in Berlin, heute UdK, sowie als Leiter des Staats- und Domchores dafür gesorgt, dass über 700 Schüler und begeisterte Sänger die Erfahrungen, die sie im Studium und im gemeinsamen Musizieren gemacht haben, weiterreichen können.

Allen drei Ausgezeichneten wurde von der Präsidentin des Chorverbandes Berlin, Petra Merkel, herzlich für ihre Arbeit gedankt, und vor allem auch dem Mitglied des Geschäftsführenden Präsidiums Horst Fliegel, der nicht nur die Idee zu dieser Auszeichnung hatte, mit der die musikalische Basisarbeit, sei es von Chorleitern, sei es von Organisatoren gewürdigt wird, sondern ihre Umsetzung auch mit Verve vorangetrieben hat.

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