Musikausschuss

Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2014

Die Geschwister-Mendelssohn-Medaille des Chorverbandes Berlin wird 2014 zum fünften Male verliehen und ist dem Gedenken an Felix Mendelssohn Bartholdy und seine Schwester Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, gewidmet.

Wir sind froh darüber, dass sich die großartige Zusammenarbeit mit der Mendelssohn-Gesellschaft e. V. zu einer schönen Tradition entwickelt hat. Auch die Festveranstaltung des Jahres 2014 wird in der Mendelssohn-Remise in der Jägerstraße in Mitte stattfinden. Wieder werden herausragende Verdienste um das hauptstädtische Laienchorschaffen gewürdigt.

Eine Fachjury ermittelt die Preisträger. Die Auszeichnung kann sowohl an Einzelpersonen als auch an Ensembles vergeben werden. Von der Website des Chorverbandes Berlin und aus dem September-Newsletter kann das
Antragsformular heruntergeladen werden, das ausgefüllt per Mail über buero@chorverband-berlin.de an die Geschäftsstelle des CVB zu schicken ist.

Hier können Sie das Formular herunterladen!

Wir bitten, diese Vorlagezu nutzen und keine formlosen Vorschläge einzureichen. Einsendeschluss ist Freitag, der 28. Februar 2014.

Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2013

Die diesjährige vierte Verleihung der Geschwister-Mendelssohn-Medaille fand am 07. Mai 2013 traditionell, wie auch in den letzten Jahren schon, in der Mendelssohn-Remise am Gendarmenmarkt statt.

Die diesjährigen Preisträger sind:

Susanne Faatz
Chorleiterin und Diplom-Musiklehrerin

Die Chorleiterin ist studierte Diplom-Musiklehrerin und qualifizierte sich auf diversen Jazz- und Chor-Workshops im In- und Ausland. Seit 2001 ist sie selbst als Workshop-Leiterin und Jurorin tätig. Sie unterrichtet an der Joseph_Schmidt-Musikschule in Berlin-Treptow sowie am John-Lennon-Gymnasium in Berlin-Mitte. An der Musikschule Béla Bartok in Berlin-Pankow leitet sie seit 1991 die "JazzVocals", einen gemischten Chor mit ca. 28 Sängerinnen und Sängern zwischen 20 und 45 Jahren. Der Chor hat sich zu einem hoch geschätzten Ensemble entwickelt. Es ist ihr gelungen, junge Menschen für den Chorgesang zu begeistern und zu qualitativ hoch stehenden Leistungen zu führen.

Prof. Reinhard Stollreiter
Ehrenpräsident des Chorverbandes Berlin

Prof. Reinhard Stollreiter war von 1985 bis 2009 Präsident des Chorverbandes Berlin. Auf seine Veranlassung hin fand bereits am 19. November 1989 im kammermusiksaal der Philharmonie das Erste Gesamtberliner Chorkonzert statt. Ebenfalls von ihm initiiert, traf man sich im Januar 1990 zur Ersten gesamtdeutschen Chorkonferenz in Berlin. Sein Ziel war die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft. Und so gelang im Januar 1992 der Zusammenschluß des Chorverbandes Berlin (Ost) mit dem Berliner Sängerbund (West) zu einer der größten künstlerischen Einrichtungen der Hauptstadt. Er übernahm eine Reihe von Ehrenämtern. Seit 1993 ist er Vizepräsident des Deutschen Chorverbandes.

Dr. Christine Roßberg
Fachärztin für Geriatrie und Chorleiterin

Vor 40 Jahren hat die Dr. Christine Roßberg der "Chor der fröhlichen Rentner" gegründet. Ihr Anliegen ist es, älteren Menschen eine erfüllte Freizeit zu bereiten und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Es ist ihr gelungen, neue Seniorenchöre zu initiieren und anzuleiten. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Präsidium des Chorverbandes Berlin erfolgreich als Seniorenbeauftragte. Lange Zeit war Dr. Christine Roßberg Vorsitzende des Landesverbandes Berlin der Volksolidarität und genoss auch in dieser Tätigkeit sehr viel Anerkennung.

Prof. Dr. Heinrich Poos
zeitgenössischer Komponist

Er gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Komponisten zeitgenössischer deutscher Musik. Lange Jahre hat er eng mit dem Chorverband Berlin und dem Deutschen Chorverband zusammengearbeitet. 1976 gründete er die Chorleiterseminare des damaligen Berliner Sängerbundes. Im gleichen Jahr schrieb er Text und Musik zum Chorfest des DSB in Berlin "Singen heißt Verstehen". Von 1955-1970 war er Kantor und Organist in Berlin. Von 1971-1990 unterrichtete er an der damaligen Hochschule der Künste. Der Chorverband Berlin verleiht Hernn Prof. Dr. Heinrich Poos die Geschwister-Mendelssohn-Medaille für sein Lebenswerk.

Geschwister Mendelssohn Medaille 2011

Am 8. April tagte unter Vorsitz von Carsten Albrecht die Jury zur Verleihung der Geschwister-Mendelssohn-Medaille 2011. Die Preisträger sind Prof. Dr. Marek Bobéth, Johanna Blumenthal und Michael Uhl. Der „Berliner Chorspiegel“ gratuliert sehr herzlich und wünscht für die weitere Arbeit viel Glück und Erfolg.

Prof. Dr. Marek Bobéth hat sich als Chorleiter, Pianist und Hochschullehrer bedeutende Verdienste um das Berliner Musikleben erworben. Nach Studien in den Fächern Klavier, Chorleitung, Dirigieren und Musikwissenschaft konzentrierte sich ein wesentlicher Teil seiner ehrenamtlichen Tätigkeit auf die Arbeit mit Berliner Laienchören. Sein Freund und Lehrer Prof. Fritz Höft hatte ihn dazu angeregt. Über Jahrzehnte war er Leiter der Berliner Liedertafel, des Kammerchores Wedding und der Berliner Chorfreunde. Er konzipierte und leitete Großveranstaltungen, u. a. den „Singenden Kudamm“ 1976, das Festkonzert zum 100. Jubiläum des Berliner Sängerbundes in der Berliner Philharmonie und Konzerte zu den Chorfesten des Deutschen Sängerbundes in Köln, Hamburg, Berlin und Bremen. Marek Bobéth leistete im Chorverband Berlin wertvolle Arbeit als Mitglied des Präsidiums, Bundeschorleiter, Vorsitzender des Musikausschusses und als Mitglied im Musikrat des Deutschen Chorverbandes. Darüber hinaus ist Marek Bobéth Vorsitzender der Hans-von-Bülow-Gesellschaft, Gründungsmitglied der Tschaikowsky-Gesellschaft und Vorstandsmitglied im Tonkünstlerverband. In Würdigung seiner künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, so das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Johanna Blumenthal ist seit 1977 als Chorleiterin tätig. Nach dem Abitur am Landesgymnasium für Musik in Wernigerode, wo sie dem Rundfunk-Jugendchor angehörte, studierte sie an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar Gesang sowie Chor- und Ensembleleitung mit Diplomabschluss im Fach Dirigieren. 1976 war sie Praktikantin beim Rundfunkkinderchor Berlin. Ein Jahr später wurde sie Assistentin beim Großen gemischten Chor des Hermann-Duncker-Ensembles, seit 1984 ist sie künstlerische Leiterin des jetzt als Berliner Singegemeinschaft „Märkisches Ufer“ bekannten gemischten Chores sowie dessen Kammerchores. 1978 übernahm sie mit dessen Gründung die Leitung des Kinder- und Jugendchores des Kultur- und Sport-Clubs (KSC) Strausberg. 1985 wurde sie künstlerische Leiterin des Seniorenchores „Hermann Duncker“ und ab 1991 leitet sie den Frauenchor Berlin-Mahlsdorf. Im Jahre 2000 übernahm sie die künstlerische Leitung des kleinen Klubchores des KSC Strausberg und ebenfalls 2000 die des Kammerchores der Musikschule Spandau. Johanna Blumenthal ist somit Leiterin von sieben Laienchören in Berlin und Brandenburg. Sie wird geschätzt als hervorragende Chorerzieherin, die sich aller Altersgruppen annimmt und für viele Chorsängerinnen und Chorsänger als Vorbild gilt.

Der Chorleiter, Pianist und Organist Michael Uhl gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten des Chorverbandes Berlin. Er gilt als erfahrener Fachmann in allen Bereichen der Chormusik und hat sich seit Jahrzehnten erfolgreich der Arbeit mit Laien gewidmet. Bereits mit 7 Jahren sang er im Knabenchor, mit 11 Jahren kam er auf das Musikgymnasium in Regensburg und war bis zum Abitur Mitglied der berühmten Regensburger Domspatzen. Es folgte ein Musikstudium in Berlin, das er mit dem Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen im Fach Schulmusik abschloss. Daneben studierte er Gesang, Klavier, Orgel und Dirigieren. 1972 wurde er hauptamtlicher Organist bei der Stadt Berlin. Michael Uhl sucht die Perfektion. Dabei ist für ihn die psychologische Komponente im Umgang mit Sängerinnen und Sängern genau so wichtig wie die rein musikalische. Das Ergebnis ist ausnahmslos von hohem Niveau. Im Jahre 1986 gründete er das Erk Männer-Vocal-Ensemble. 1996 übernahm er den renommierten Marzahner Kammerchor und entwickelte ihn zu einem der vielseitigsten und gefragtesten Berliner Laienchöre. Im Musikausschuss des Chorverbandes Berlin gilt Michael Uhl als ein engagierter Musiker, der stets bereit ist, konkrete Aufgaben zu übernehmen. So ist er seit langem verantwortlich für das jährlich stattfindende Adventssingen unserer Chöre in Berliner Kirchen.

Die Präsidentin des Chorverbandes Berlin, Frau Petra Merkel, verleiht die Medaillen und Urkunden am Donnerstag, 19. Mai 2011, 11:00 Uhr, in der Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, 10117 Berlin. Wir bedanken uns bei der Mendelssohn-Gesellschaft e. V. für die gute Zusammenarbeit.

Geschwister Mendelssohn Medaille 2010

Matthias Bender

Der Kantor der Lutherkirche in der Spandauer Neustadt sorgt mit mehreren Ensembles an seiner Kirche und immer neuen Projekten dafür, dass die Kirchenmusik ihren Platz in der Gesellschaft behält - der allbekannte Widerspruch zwischen Lippenbekenntnissen der Pfarrer und der Gemeindekirchenräte und den tatsächlich bewilligten Mitteln für die Verkündigung von der Empore herab hat ihn auch nach fast 35 Jahren im Dienst der Gemeinde nicht entmutigt.

Etta Hilsberg

Die Leiterin der camerata vocale hingegen hat sich vor 25 Jahren aus den Zwängen des Kantorenamtes und der kirchlichen Hierachie verabschiedet und sich in die Unsicherheit einer freien Musikerexistenz gewagt, vor allem, um, wie sie selbst sagt, die Musik in den Mittelpunkt ihrer Entscheidungen zu stellen: Stimmbildung in kleinen Gruppen, Management der aufwändigen Oratorienaufführungen inklusive finanzielles Risiko nimmt sie auf sich und produziert so Aufführungen aus einem Guss, die in Berlin Maßstäbe setzen.

Prof. Christian Grube

Als Kantor in Hildesheim. als Professor für Liturgie, Hymnologie und Chorleitung an der Hochschule der Künste in Berlin, heute UdK, sowie als Leiter des Staats- und Domchores dafür gesorgt, dass über 700 Schüler und begeisterte Sänger die Erfahrungen, die sie im Studium und im gemeinsamen Musizieren gemacht haben, weiterreichen können.

Allen drei Ausgezeichneten wurde von der Präsidentin des Chorverbandes Berlin, Petra Merkel, herzlich für ihre Arbeit gedankt, und vor allem auch dem Mitglied des Geschäftsführenden Präsidiums Horst Fliegel, der nicht nur die Idee zu dieser Auszeichnung hatte, mit der die musikalische Basisarbeit, sei es von Chorleitern, sei es von Organisatoren gewürdigt wird, sondern ihre Umsetzung auch mit Verve vorangetrieben hat.

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