Chorjugend des CVB

Auch in diesem Jahr stand wieder der offene Jugendchorworkshop in Neuendorf an. Vom 16. bis zum 18. September 2011 fand das musikalische Wochenende für interessierte Sängerinnen und Sänger im beliebten Freizeit- und Gästehaus am Wald in Neuendorf (nahe Oranienburg) statt.

Als Dozenten waren dieses Mal die Dirigentin und Kantorin der Trinitatiskirche Gulnora Karimova und die Jazzchorleiterin und Musikpädagogin Cathleen Lüdde dabei, die die Chorsänger mit ihren Workshops und neuer Literatur begeistern.

Der Bogen wurde in diesem Jahr von baltischer Chormusik über Popballaden bis hin zum Circle Song geschlagen. Also für jeden war hier etwas dabei.

Als krönender Abschluss gab es ein Konzert der Teilnehmer mit dem am Wochenende einstudierten Material (Sonntag, 15.30 Uhr, Trinitatiskirche Charlottenburg, Karl-August-Platz).

Hierzu hat Frau Elisbath Eggers eine sehr anschauliche Rezension geschrieben:

CHORKONZERT – Höhepunkt eines Jugendmusikworkshops

Am Sonntag, 18.09.2011, konnten Eltern, Gemeindemitglieder und andere Zuhörer/innen sich an der erstaunlichen Musikalität eines jungen Laienchores erfreuen. Schon beim Einzug der 27 Sängerinnen und 15 Sänger in die Trinitatiskirche waren Lebendigkeit, Kraft und Klang der jungen Stimmen wahrnehmbar.

Summend – an den Film „Wie im Himmel“ erinnernd - betraten sie den Altarraum und formierten sich zu einem 4-stimmigen Chor, der sich nach dem offenen Jugendmusikworkshop in Hohen Neuendorf in nur 3 Tagen entwickelt hatte.

Unter der Leitung unserer Kirchenmusikerin und Konzertpianistin Gulnora Karimova und der Jazzchorleiterin und Musikpädagogin Cathleen Lüdde wurden anspruchsvolle Musikstücke aus der Pop- und Jazzmusik und der modernen estnischen Musik eingeübt. Mit herzlichen Worten begrüßte Thomas Bender vom Chorverband Berlin die Anwesenden und stellte den Chor und die Leiterinnen des Workshops vor.

Höhepunkt der intensiven musikalischen Arbeit war die Darbietung der Werke im Konzert, dass mit dem von Cathleen Lüdde arrangierten und geleiteten Beatles-Song „Good day, sunshine“ begann. Eine leichte Aufregung und freudige Spannung vor dem 1. Auftritt war in den Gesichtern der Sängerinnen und Sänger zu lesen. Konzentriert und mit vollem Einsatz sang der Chor den Hit aus den 60er Jahren, mit einem gelungenen Wechsel zwischen Piano - und Forte-Passagen und kleinen rhythmischen Bewegungen.

In dem nächsten Stück „Evening rise“, dass von Cathleen Lüdde dirigiert und in Jazz-Form gebracht wurde, begegnete uns ein „local heroe“ (spiritueller Lieblingssong) der norddeutschen Musikszene, der durch eine kleine Choreographie noch stärker im Ausdruck wurde. Die vordere Reihe der Jugendlichen führte Schritte von links nach rechts aus, während die hintere Reihe in schwungvollen Gegenbewegungen Schritte von rechts nach links tanzte.

Die folgenden beiden Hymnen für gemischten Chor aus dem „Gloria Patri“ des estnischen Komponisten Urmas Sisask, 20. Jhd., wurden von Gulnora Karimova arrangiert und dirigiert. „Omnis Una“ beeindruckte durch seine starken Gegensätze: In den tiefen Männerstimmen waren expressiv ausgehaltene Töne zu hören, während die hohen Frauenstimmen leichte melodische Sprünge und Synkopen in die ruhigen Tiefen „hineinsangen“. Dies erforderte die volle Aufmerksamkeit der Jugendlichen für exakte Einsätze und genaues aufeinander hören.

Auch die unterschiedlichen Rhythmen und Klänge des „Confitemini Domino“ wurden mit hoher Ausdruckskraft gesungen.

Mit jedem Stück, dass die Jugendlichen sangen, schien sich das Selbstbewußtsein, die Klarheit und Ausstrahlung des jungen Chores noch zu steigern.

Es folgte die Komposition „Fix you“ der Popgruppe Coldplay, arrangiert und geleitet von Cathleen Lüdde. Der Chor näherte sich hier einer anspruchsvollen Popinterpretation, in dem die hohen Stimmen lange Töne aushielten, sich in den folgenden Takten auf einen ganz neuen Rhythmus einstellten, während die tiefen Stimmen schnelle Tonsequenzen zu den langen Tönen sangen. Alle Stimmen trafen sich zu einem schnellen, rhythmischen Satz, Töne auf kurze Textsilben setzend, die z.B. „uh, du“ lauteten. Dadurch erhielt das Stück seinen besonderen Charakter.

Begleitet von schillernden Akkorden der Solo-Akkustikgitarre eines Mitschülers wurde als nächstes das Liebeslied der Popmusik, „I’m walking“ von Fats Domino und Dave Bartholomew, vorgetragen. Der Chor bewegte sich beschwingt zu diesem Lied und fand eine sensible Intonation zur Poesie.

Den Schluss des Konzerts bildete ein überraschendes Stück des estnischen Komponisten Valter Ojakäär, arrangiert und dirigiert von Gulnora Karimova.

Die Interpretation des modernen Stücks wurde eingeleitet durch sechs Sänger, die sich abseits vom Chor stellten und mit dem Einsetzen des Gesangs zu klatschen und zu stampfen begannen. Die hervorragende Dynamik fesselte die Zuhörer/innen. Mit tiefen, konstanten Tönen bildete der Bass die tragenden Klänge, die Tenorstimmen setzten beinahe flüsternd ein, im Alt wurden die Klangreihen der Männerstimmen wiederholt, während die hohen Stimmen mit ihrer eigenen Melodie faszinierten. Das Stück gewann zunehmend an Ausdruck in Stimme und Text. Der Sopran suchte seine Melodie, fand sie und wurde von den Unterstimmen mit Ausrufen wie „ a, a, ho, ho, la la, du, du“ begleitet, die mal im Adagio, mal im Allegro in den Raum hinein schwebten.

Die 6 Sänger reihten sich wieder in den Chor ein, der nun das Klatschen und Stampfen fortsetzte.

Der Gesang mit den kraftvollen Ausrufen steigerte sich bis zum fortissimo und endete mit einem überraschenden „ho“ der Männerstimmen.

Die jungen Sänger/innen können stolz sein, das anspruchsvolle Konzert so gut gemeistert zu haben. Dank der guten Vermittlung der beiden Chorleiterinnen konnten sie in kurzer Zeit Wesentliches über Musik erfahren. Vor allem auch, dass gemeinsames Singen bleibende Freude bereiten kann. Begeisterte Zuhörer/innen spendeten ihnen den verdienten Beifall und riefen nach Zugaben. Glückliche Gesichter verließen die Kirche.

Ein ausdrückliches Dankeschön von Thomas Bender und dem jungen Chor an die Trinitatisgemeinde, die den Kirchenraum für das Konzert zur Verfügung gestellt hat.

Elisabeth Eggers


Fotos vom Wochenende gibt es hier.

2010

Offener Jugendchorworkshop Neuendorf 2010

Vom 24.-26. September trafen sich 75 begeisterte Sängerinnen und Sänger aus acht Berliner Schulen zum gemeinsamen Probenwochenende in Neuendorf. In dem ehemaligen Ferienlager des VEB Tiefbau schon fast zu Hause, wurde unter der Leitung von Susanne Faatz und Vinzenz Weissenburger moderne und klassische Chorliteratur studiert. An einem Wochenende haben es die Chorleiter geschafft einen Chor zu formen, der am Sonntagnachmittag im Rahmen des Lichtenberger Chorsommers, veranstaltet vom Verein „Gemeinsam in Lichtenberg“, das Publikum begeisterte. Herzlichen Dank den beiden, sowie Ines Muschka, die in bewährter Weise die Einzelstimmbildung sowie das chorische Einsingen übernahm.

Einen weiteren Höhepunkt des Wochenendes bildete der samstägliche Kulturabend, der allen Teilnehmern die Möglichkeit eines künstlerischen Beitrags auch weitab von der Chormusik eröffnete.

Einige Gesichter unter den Teilnehmern konnten wir inzwischen beim 33. Chorleiterseminar Berlin wieder erkennen. Unser großer Wunsch ist es allerdings, in den folgenden Jahren immer mehr Jugendliche aus anderen Hochburgen Berliner Schulchöre im Workshop begrüßen zu können.

Also, empfehlt uns bitte weiter!

Der nächste Termin steht bereits fest: 16.-18. September 2011!

Mehr Bilder vom Wochenende gibt es in der Bildergalerie.

Chorgesangsflashmob in den Schönhauser Allee Arcaden

Am 22.12. fanden sich spontan begeisterte Chorsänger aus Berlin in den Schönhauser Allee Arcaden ein, um die Kunden auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Rund um das Rondell der Arcaden verteilt, begannen die Sänger und Sängerinnen das "Alleluja", eine erfrischende Variante von weihnachtlicher Chormusik.

Ein Video dazu können Sie sich hier ansehen.

2009

Advents-Benefizkonzert "Berliner Schulchöre singen für Schulen in Afrika"

Am Abend des 9. Dezember 2009 fand in der Kirche am Südstern ein Adventssingen der ganz besonderen Art statt. Fünf Schulchöre aus verschiedenen Stadtbezirken Berlins, unterstützt von einem Kammerorchester, gestalteten einen musikalischen Abend gemeinsam mit dem Publikum zugunsten des Projektes „Schulen für Afrika“. Für viele der Beteiligten war es ein erster Kontakt mit dem Kinderhilfswerk UNICEF. Gerade deshalb war der große Zuspruch bei dieser Veranstaltung so erfreulich. Fast vierhundert Teilnehmer und Besucher erlebten einen heiter besinnlichen Abend mit weihnachtlicher Chormusik und internationaler Folklore. Unser Dank gilt insbesondere den beteiligten Kindern und Jugendlichen, den Künstlerischen Leitern, den Eltern und spendenfreudigen Besuchern, sowie der Kirche für die freundliche Unterstützung.
Es konnte insgesamt eine Summe von 528 Euro an UNICEF übergeben werden.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Wir sind ganz Chor für UNICEF“ des Deutschen Chorverbandes und UNICEF statt und wurde von der Chorjugend im Chorverband Berlin veranstaltet.

Folgende Ensembles waren am Konzert beteiligt:

  • "Die schrägen Vögel" (Bornholmer Grundschule)
  • Chor des Emmy-Noether-Gymnasiums Köpenick
  • Erich-Fried-Chor
  • hardCHOR "ELLA" (Chor der Kurt-Tucholsky-Oberschule Pankow)
  • Chor der Birger-Forell-Schule
  • Chor der Grundschule am Kollwitzplatz
  • Kammerorchester der Leibnitz Oberschule

Jugendchorworkshop in Rheinsberg

Mozartini und Clara-Schumann-Kinder- und Jugendchor nach getaner Arbeit20.-22. November, Musikakademie

Diesmal widmete sich der Workshop internationaler Chormusik für Kinderchor. Unter der Leitung von Bernhard Jahn und mit Unterstützung der Chorleiterinnen Ute Franzke und Sabine Lauke haben sich 31 Kinder auf eine musikalische Weltreise begeben.

Wir danken Bernhard für seine tolle Reiseleitung und der Musikakademie für die hervorragende Unterstützung.